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Ja, Herr Leitner, der Tabakanbau ist eine arbeitsintensive Angelegenheit.

Tabakanbau in Österreich wiederbelebt

25.08.2015

Schon vor dem Ende der Zigarettenproduktion war der Tabakanbau in Österreich eingestellt worden. Nun bringt eine Initiative diese traditionelle Nutzpflanze zurück auf die heimischen Äcker.

Christina Gschwendtner, Reinhard Leitner und Franz Rappl haben jede einzelne Pflanze gesetzt, gegossen, nachgeharkt.
Auf selbstgebauten Rahmen trocknet der erste Teil der Ernte - Orienttabak aus dem Weinviertel.

Im Frühwinter 2014/15 war der Blend der „Tschick“ eben erst auf eine völlig neue Basis gestellt worden. Der langjährige Austria-Tabak-Kollege und Tabakspezialist Franz Rappl, ein ausgebildeter Tabaklandwirt, hatte die neue Mischung konzipiert.
Und nun kam Reinhard Leitner mit einer neuen Idee: selbst Tabak anzubauen. Herr Rappl organisierte im Umfeld seiner Weinviertler Heimatgemeinde ein 900 Quadratmeter großes Feld. Warum gerade hier? „Grundsätzlich kann man sagen, dass Tabak überall dort gedeiht, wo Wein wächst. Im Weinviertel kommt dazu, dass der Boden ab einem halben Meter Tiefe aus Meeressand besteht – so gibt es keine Staunässe, die der Tabak gar nicht mag“, erklärt Rappl mit spürbarer Begeisterung.

Vom Samen zum Blatt
Die Samen aller 18 im "Tschick"-Blend vertretenen Sorten wurden besorgt, von einer lokalen Gärtnerei zu Setzlingen großgezogen und ab 2. Mai ausgepflanzt. Händisch, wie Franz Rappl erklärt: „Der Boden darf nicht verdichtet werden, weshalb Traktoren nicht verwendet werden sollten. Und wenn man den Boden vor der Pflanzung fräst, ist er zwar einfacher zu bearbeiten, er trocknet aber auch leichter aus.“
Parallel wurden die Anbauflächen in vier Parzellen geteilt, die unterschiedliche Mengen des Biodüngers erhielten - schnell stellte sich die jeweils ideale Dosierung heraus. Weil auf Spritzmittel verzichtet wird muss händisch gejätet und immer wieder der Boden um die jungen Tabakpflanzen gelockert werden - ein Job mit Rundrücken-Garantie.

Lokaler Rückhalt
Manche Bauern der Umgebung hatten früher selbst Tabak angebaut. Am interessiertesten waren und sind jedoch zahlreiche Jungbauern, die gerne am Tabakfeld stehen bleiben und fachsimpeln. Sie sind auf den Geschmack gekommen, es selbst mit Tabak zu versuchen.
Für 2016 will man mit einigen der Interessenten kooperieren, wie Rappl erzählt: „Aus der heurigen Saison können wir Erfahrungswerte und Empfehlungen für einen erfolgreichen Anbau geben. Wir würden die frisch geernteten Blätter abnehmen, weil wir nur so die vollständige Kontrolle über die Prozesse der Trocknung sowie der Fermentation haben.“

Tschick mit österreichischem Tabak
Die Ernte dieses Jahres soll in künftigen Produktionen der Tschick zum Einsatz kommen. "Noch ist es nur ein kleiner Anteil im einstelligen Prozentbereich." schränkt Rappl ein. "Den wir aber stetig erhöhen wollen." assistiert Tschickfabrik-Chef Reinhard Leitner.
Das Tabakfeld ist ein gemeinsames Baby von Franz Rappl, Reinhard Leitner und seiner Lebensgefährtin Christina Geschwendtner. Jeder von ihnen hat einen Fulltime-Job, steckt aber dennoch viel Engagement, Zeit und Arbeit in das Tabakfeld. Die Pflanzen danken es mit gesunden Blättern und haben auch die sommerliche Dürreperiode erstaunlich gut überstanden. MH

Die Geschichte in voller Länge ist in der Trafikantenzeitung Ausgabe 08_2015 nachzulesen.

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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