Direkt zum Inhalt
Dem Umsatzplus 2016 steht ein fast verdoppelter Mengenrückgang gegenüber.

Tabakjahr 2016 mit schwachem €-Plus und Mengenrückgang

21.02.2017

Was die Spatzen zu Jahresende 2016 schon von den Dächern pfiffen, ist nun offiziell: Das Vorjahr brachte Einbrüche bei Mengen und Spanne. Der einzige sichere Gewinner ist einmal mehr der Finanzminister.
 

Die magere Erhöhung des WAP um 11 Cent resultiert in Spannenverlusten für die Trafikanten.

Die gute Nachricht: Der Tabakumsatz stieg um 2,5 Prozent auf 3,057 Milliarden Euro. Weil aber gleichzeitig die verkaufte Menge um 1,6 Prozent gegenüber 2015 einbrach, liegt das Plus bei mageren 0,9 Prozent Mehrumsatz.

Schwaches Schlussquartal
Alleine im letzten Quartal verlor der Markt vier Prozent des Umsatzes und sogar mengenmäßige 6,5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015. Damit sind schon jetzt jene Einbrüche passiert, die selbst von Pessimisten erst mit der Einführung des Gastro-Rauchverbotes 2018 erwartet worden waren.

Ursachenforschung
MVG-Chef Mag. Hannes Hofer sieht die Ekelbilder auf den Verpackungen als Hauptgrund. Zwar hätten sich die grauslichen Fotos nicht gleich ausgewirkt, sie mögen aber zu einem Anstieg des legalen Grenzeinkaufs mit beigetragen haben. Zumal die EU-Tabakrichtlinie in unseren Nachbarländern Tschechien und Ungarn bislang noch nicht umgesetzt wurde, dortige Zigaretten kommen also noch in der bildlosen Schachtel. Nach Angaben der Industrie sei der Anteil nicht in Österreich versteuerter Zigaretten (DNP, duty non paid) im Schlussquartal um vier Prozent von 16 auf 20 Prozent des Gesamtmarktes angestiegen.

Umsatzplus, Minus bei Spanne
Das Jahr 2016 bescherte den Trafikanten höhere Umsätze. Die Spannenerträge von Tabakfachgeschäften gaben aber von 299 Mio. Euro im Jahr 2015 im Vorjahr um 1,1 Prozent auf 295 Mio. Euro nach. Laut MVG-Chef Hofer hätte ein bloßes Halten der Handelsspanne einen Preisschritt von 12,5 statt der erfolgten elf Cent pro Packung erfordert. 

 

Den vollständigen Artikel können Sie ab 24. Februar 2017 in der aktuellen Printausgabe der Trafikantenzeitung lesen.
 

Autor/in:
Matthias Hauptmann
Werbung

Weiterführende Themen

MVG-Chef Hannes Hofer sieht zahlreiche Kritikpunkte bereits durch seine bisherige Arbeit entkräftet.
Meldungen
21.04.2017

Nachdem sich die APA einige "Rosinen" aus dem 88seitigen Bericht herausgepickt hatte berichteten alle Medien das Selbe. Wir haben etwas genauer hingesehen.

Der Marlboro-Mutterkonzern setzt zunehmend auf den Markt risikoreduzierter Produkte. Eine Einstellung der erfolgreichen Zigarettenmarken ist dennoch nicht sooo bald zu erwarten ...
Meldungen
21.03.2017

Preisanhebungen und risikoreduzierte Produkte kompensieren die Rückgänge im Bereich der traditionellen Tabakzigarette.

Bundesgremialobmann Josef Prirschl: "Wir fordern in unserem Steuer- und Spannenmodell nicht mehr als das, was wir durch Preisspielchen der Industrie verloren haben."
Meldungen
12.12.2016

Bundesgremialobmann Josef Prirschl wehrt sich im Gespräch gegen den Vorwurf, sein Forderungspaket für die Trafikanten sei überzogen.

Monopolchef Hofer: "Bis 2030 wollen die Berufsvertretung und die MVG eine Quote vorzugsberechtigter Trafikanten von 62 Prozent schaffen. Eine etwaige Änderung des §31 steht aber nicht mehr zur Diskussion."
Meldungen
12.12.2016

Rund eineinhalb Jahre nach seinem Amtsantritt und vielen Auftritten auf Trafikantentagen haben wir Monopolchef Mag. Hannes Hofer für ein ausführliches Interview vors Mikrofon gebeten.

Meldungen
19.09.2016

Die Forderung nach einer fixen 15-Prozent-Spanne steht schon länger im Raum. Bundesgremialobmann Josef Prirschl rechnet nun die Auswirkungen seines Stufenplans vor.

Werbung