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Eine Messe exklusiv für die Tabakbranche, mit Raucherlaubnis. Was soll daran verkehrt sein?

Tabakmesse: Jetzt erst recht!

20.07.2017

Messeveranstalter und Aussteller sind bereit – nun liegt es an den Trafikanten, die „Feuer & Rauch“ zu einem Erfolg zu machen.

Peter Hauser: "Auf unserem Messestand wird geraucht - rauchen Sie mit!"
Susanne Moosmayr: "Nicht auszustellen ist für uns keine Option. Die Messe ist ein klares Bekenntnis zur Tabakbranche - wir zeigen Flagge!"

Als Ende März dieses Jahres bekannt wurde, dass auf der Reed Messe ein Rauchverbot in den Tabakhallen gelten würde, war die Entrüstung groß: 81 Prozent der Trafikanten gaben bei unserer Umfrage an, sie würden eine Tabakmesse mit Rauchverbot nicht besuchen.

Nun gibt es eine Tabakmesse mit Raucherlaubnis, an der sich der Großteil der bisherigen Aussteller beteiligt – und aus der eigenen Branche wird dagegen Stimmung gemacht. Schon klar: Wer auf der Messe nicht als Aussteller vertreten ist hat wenig Interesse daran, dass zahlreiche Messebesucher jene Anbieter und Konkurrenten besuchen, die sich die Kosten und den Aufwand eines eigenen Messestandes antun.

Der falsche Weg

Sich als Trafikant von diesen Stimmen vor den Karren spannen zu lassen ist aber der denkbar falsche Weg. Der Stachel im Fleisch von Rauchern und Tabakbranche, Sektionschef Franz Pietsch aus dem Gesundheitsministerium, wäre schon damit zufrieden gewesen, durch das Rauchverbot auf der „Creativ“ für einen deutlichen Besucherrückgang zu sorgen. Ihm durch einen Messeboykott in die Karten zu spielen, obwohl auf der „Feuer & Rauch“ in der BrandBoxx geraucht werden darf, ist gleichermaßen kurzsichtig wie masochistisch. Oder wollen wir gar keine österreichische Tabakmesse? Verzichten wir einfach darauf, uns einmal im Jahr mit Kollegen und Branchenteilnehmern zu treffen, uns vor Ort zu informieren und Erfahrungen auszutauschen? War das Rauchverbot auf der Creativ nur eine bequeme Ausrede, nicht nach Salzburg fahren zu müssen?

Bei zahlreichen Gelegenheiten wird mehr Geschlossenheit der Tabakbranche gefordert. Die einzig richtige Antwort auf die vielen Prügel, die Trafikanten, Großhändlern und Erzeugern vor die Füße geworfen werden, besteht darin, die eigene Branchenmesse nach dem Motto „Jetzt erst recht!“ möglichst zahlreich und geschlossen zu besuchen.

 

Klare Bekenntnisse der Aussteller

Peter Hauser findet klare Worte: „Wir haben von Anfang an den Standpunkt vertreten, wenn eine Messe in Salzburg stattfindet, sind wir dabei ob geraucht wird oder nicht. Allerdings wäre eine Tabakmesse ohne Verköstigung für uns einfach unvorstellbar. Es wäre wie eine Weinmesse auf der man keinen Wein probieren kann. Die Veranstalter in der Brandboxx haben einen Weg gefunden das Rauchen zu ermöglichen.

Auf unserem Messestand wird geraucht!!! Unser Appell an die Trafikanten: Rauchen Sie mit uns. Stehen Sie zur Ihrer Branche. Kommen Sie in die Brandboxx. Zeigen Sie Flagge. Gönnen Sie der Anti-Raucher-Lobby nicht den Sieg, eine Tabakmesse zu Fall gebracht zu haben. Denn das würde passieren, wenn die Messe kein Erfolg wird.

Rein rechnerisch, wenn man alle Fakten zusammenzählt, rentiert sich so eine Messe für uns als Aussteller nie. Aber wir sind der Meinung, dass wir es unseren österreichischen Kunden schuldig sind, ihnen die Möglichkeit zu geben, Artikel die sie nur aus Fotobüchern oder dem Internet kennen, im Original zu beurteilen. In diesem Jahr auf einem neuen 150 qm großen Stand. Alle Aussteller bekennen sich zur Branche. Aus Trotz die Messe nicht zu besuchen schadet nur den Falschen!“

Großhändler Moosmayr ist einmal mehr mit dem größten Messestand vertreten. Geschäftsführerin Susannne erklärt, warum: Eine eigenständige Fachmesse wäre aus meiner Sicht früher oder später ohnehin gekommen. Zum einen, weil Tabakwaren und E-Zigaretten im öffentlichen Raum nicht beworben werden dürfen und zum anderen wegen der Raucherproblematik. Beide Themenfelder hat der Veranstalter aus unserer Sicht positiv erledigt.“

Moosmayr sieht die Messe abseits aller Diskussionen im Vorfeld als ein klares Zeichen für die Branche und erläutert weiter: „Nicht auszustellen ist für uns keine Option. Wir lassen uns nicht diktieren, ob wir eine Messe machen dürfen oder nicht. Die Messe ist ein klares Bekenntnis zur Branche – wir zeigen Flagge!“

Jetzt erst Recht ausstellen ist das Motto von Moosmayr und ganz getreu diesem gibt es heuer besonders viel zu erleben am Moosmayr-Stand: „Wir haben uns für die heurige Messe jede Menge einfallen lassen. Wir haben unsere Standgröße auf knapp 500m² ausgebaut und werden einige neue Marken auf der Messe präsentieren. Ein großes Angebot an neuen E-Zigaretten wartet ebenso wie viele Neuheiten an Feuerzeugen und sonstigen Zubehörprodukten. Wir wollen unseren Kunden ein Messeerlebnis der besonderen Art bieten und sehen die Messe Salzburg als das Branchenevent des Jahres!“

http://www.feuer-und-rauch.at/

Autor/in:
Matthias Hauptmann
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