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DI Tina Reisenbichler und der aktuelle Monopolchef Mag. Hannes Hofer stellten die neue Onlinefunktion vor.

Tagesaktuelle Zigarettenpreise auf www.mvg.at

19.05.2016

Die Monopolverwaltung erweitert ihr online verfügbares Servicespektrum um eine Preisauskunft für Zigaretten.

Marke, Variante, Stärke, Packungsgröße und aktueller Preis sind auf einen Blick erkennbar. Die Preisentwicklung ist grafisch dargestellt und kann beim Klicken auf die Knotenpunkte numerisch angezeigt werden.
Bei manchen Marken ist das Auf und Ab schön zu sehen ...

Am 19. Mai 2016 lud die Monopolverwaltung die Branchenmedien zur Vorstellung des jüngsten Serviceangebotes. „Wie man auch anhand der jüngsten Fachgruppentage gesehen hat wird in der Branche sehr emotionell, aber mit wenig Zahlen und Fakten argumentiert.“ führt Monopolchef Mag. Hannes Hofer aus. „Unser Ansatz ist es, Preise und Preisentwicklungen für alle transparent zu machen. Die MVG verfügt ja ohnehin über die Daten, da wir die Produktpreise der Großhändler per Kundmachung in der Wiener Zeitung veröffentlichen. Bislang wurden diese Daten aber nicht zentral gesammelt und schon gar nicht mit einander verknüpft. Das ist hiermit geschehen. Und für alle, die sich gefragt haben, was meine Vorgängerin DI Tina Reisenbichler als Konsulentin der Monopolverwaltung denn so macht: Das war ihr Projekt.“

DI Reisenbichler geht in die technischen Details: „Wir haben die Preise bis zurück zum Jahr 2012 oder seit der Vergabe des spezifischen EAN-Codes in unserem System. Diese werden mit dem Erstverkaufstag unter einem neuen Kleinverkaufspreis jeweils auch in diesem Tool aktualisiert.“

Wo, was, für wen?

Mit dem heutigen Tag ist das neue Tool online gegangen. Unter dem Menüpunkt „Services“ kann in der Auswahl neu auf „Zigarettenpreise“ geklickt werden – nach Eingabe des Markennamens darf aus sämtlichen Varianten einer Marke ausgesucht werden. Für diese ist dann nicht nur der aktuelle Preis ersichtlich; auch die Preisentwicklung mit allen Rauf- und Runtersprüngen kann nachvollzogen werden.

Für wen eignet sich diese Möglichkeit nun? Kaum ein Raucher wird auch nur um die Existenz der Monopol-Website wissen. Für Trafikanten, welche von Kunden auf Preissprünge einer bestimmten Marke angesprochen werden, bietet die Website aber eine schnelle Informationsquelle. Und natürlich stellt eine derartige Datenbank eine gute Basis für weitere Verknüpfungen relevanter Informationen dar.

Ein Ausblick

Die Monopolverwaltung verfügt über eine Vielzahl von Daten: Preise, Verkaufsmengen national sowie – aufgrund der Meldungen des Großhandels – bis hinunter zum einzelnen Geschäft. Diese Datenmenge soll nun mit der neuen Preisdatenbank vernetzt werden, um Marktanalysen, aber auch Aussagen zu Schmuggel, Einkaufsverhalten und regionalen Unterschieden machen zu können. Dieses Projekt soll bis zum Frühjahr 2017 abgeschlossen sein.

Die Entwicklung der Preisdatenbank sowie das Projekt Marktanalyse werden von der MVG aus dem laufenden Budget finanziert. Aufgrund des Interesses der Industrie an zeitnahen Detailinfos  wird für die ausgegebenen Informationen ein Staffelmodell angedacht: Basisinfos sollen öffentlich und kostenlos verfügbar sein, je detaillierter eine Auswertung angefordert wird, desto teurer kommt sie den Besteller. Ein Ansatz, der im Bereich des Adressenmarketings seit langer Zeit funktioniert.

Eine weitere Funktion hätte die Marktanalyse allerdings auch: Hier könnte mit harten Fakten belegt werden, ob – wie gerne behauptet – eine Preiserhöhung zu Mengeneinbrüchen einer Marke geführt hat und deshalb rückgängig gemacht werden muss …

Autor/in:
Matthias Hauptmann
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