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Trafikantenbeirat legt los

12.12.2012

Seit Juli dieses Jahres hatten sich Trafikanten für die Teilnahme im Beirat von Imperial Tobacco bewerben können. Mit 8. November 2012 trat das einzigartige Gremium von 15 Trafikantinnen und Trafikanten aus ganz Österreich erstmals zusammen.

Ein zentrales Anliegen der Trafikanten war die wirtschaftliche Situation der Tabakfachgeschäfte und die Handelsspanne. Das günstige Preissegment macht in Österreich bereits fast die Hälfte des Produkt-sortiments aus. In Verbindung mit Kostensteigerungen im Geschäft sei die wirtschaftliche Existenz zahlreicher Trafiken bedroht. Auch für Imperial Tobacco Austria ist das derzeitige Preisniveau unbefriedigend. „Auch wir verdienen mehr an unseren hochpreisigen Produkten“, betonte Geschäftsführer Lóránt Dezsö. „Wir müssen in unserer Preisgestaltung aber die Konsumentenbedürfnisse sowie die Preise der Wettbewerbsprodukte berücksichtigen.“ Seit mehreren Jahren ist in ganz Europa ein Trend zu günstigen Produktsegmenten zu beobachten. Würde dieser Trend nicht berücksichtigt, bestünde die Gefahr, dass Konsumenten verstärkt auf Ware aus dem Ausland ausweichen. Auch die Vielfalt des Sortiments wurde offen besprochen.

Vielfalt kein Garant für Mehrumsatz
Der Beirat machte deutlich, dass die Anzahl der Produktvarianten die Komplexität erhöhe und auch die Zahl der Stellplätze im Regal begrenzt sei. Viele neue Produkte würden auch vom Konsumenten nicht gut angenommen und seien somit unwirtschaftlich. Imperial Tobacco Austria betonte, dass Produktneuheiten so gut wie möglich vorbereitet würden. „Dennoch werden nicht alle Innovationen auch vom Markt angenommen“, so Lóránt Dezsö. In den kommenden Wochen wird eine Sortimentsbereinigung des Imperial-Tobacco-Portfolios beginnen.

Gegen Überregulierung
Auch die Bedrohung der Branche durch unverhältnismäßige Regulierung war ein zentrales Anliegen der versammelten Fachhändler. Sorgen bereitet insbesondere die Überarbeitung der Europäischen Tabakprodukt-Richtlinie (EUTPD), die derzeit in Brüssel vorbereitet wird. Imperial Tobacco Austria berichtete über den aktuellen Stand der Beratungen zur EUTPD und über die Hintergründe zum Rücktritt von EU-Kommissar John Dalli. Manuel Güll, Pressesprecher und Lobbyist des Unternehmens, betonte, wie wichtig gemeinsame Aktionen von Industrie und Trafikanten seien, um gemeinsam die Tabakbranche zu schützen und zu stärken: „Die Postkartenaktion an EU-Präsident Barroso war ein voller Erfolg und wurde in Brüssel sehr wohl wahrgenommen. Wir dürfen nun nicht nachlassen, weiter für unsere Interessen zu kämpfen.“

Aus dem Beirat erfolgte zu Recht der Hinweis, dass auch die Politik in Österreich in die Pflicht zu nehmen sei. Schließlich müssten auch die Mitgliedstaaten der neuen EUTPD zustimmen.

Abseits dieser drängenden Probleme wurden neue und innovative Maßnahmen zur Kundenbindung und Verkaufsförderung intensiv beraten und erörtert. Imperial Tobacco wird die gemeinsam erarbeiteten Vorschläge auf Umsetzbarkeit prüfen und dem Beirat über das weitere Vorgehen berichten.

Nun müssen Taten folgen
Alle Mitglieder des Trafikantenbeirats begrüßten die Initiative von Imperial Tobacco Austria, dieses ständige Beratungsgremium ins Leben zu rufen. Eine Teilnehmerin: „Endlich ein Industriepartner, der unsere Anliegen ernst nimmt und uns zuhört.“ Deutlich wurden aber auch die Erwartungen an Imperial Tobacco Austria formuliert: „Zusammen sprechen ist gut, aber an der Umsetzung wird sich Imperial messen lassen müssen.“
(Imperial Tobacco, mh)

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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