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Umfrage: Wie reagieren die Trafikanten auf den Fall des E-Monopols?

25.08.2015

Auch Brancheninsider waren unsicher, wie die Tabakfachhändler auf den Wegfall des geplanten und erwarteten Monopols auf Liquids, Cartridges und Einweg-E-Zigaretten reagieren würden. Das Umfrageergebnis erstaunt.

Nur 10 Prozent wollen das Segment aufgeben, die Mehrheit bleibt dabei.

Konkret wurde danach gefragt, wie die Trafikanten in der Praxis reagieren würden: Geben sie das E-Geschäft auf? Reduzieren sie ihr einschlägiges Angebot? Bleiben sie unbeeindruckt oder weiten ihr E-Engagement gar aus? An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die zahlreiche Teilnahme - innerhalb von nur 3 Tagen haben uns deutlich mehr als 200 Antworten erreicht und für ein aussagekräftiges Umfrageergebnis gesorgt.

Selbstbewusste Trafikanten
Die größte Gruppe der Befragten - 40% - bleibt cool, schließlich ist das Geschäft mit Dampfgeräten und Liquids auch bislang ohne Monopol schön gewachsen. Weitere 25% wollen in einer "jetzt-erst-recht"-Reaktion ihr Angebot ausweiten und so den Dampfershops Paroli bieten. Eine gleich große Gruppe plant, ihr E-Portfolio zu verkleinern - ganz aussteigen wollen sie aber nicht. Nur knapp 10 Prozent der Befragten wollen ihr Angebot im Bereich E-Zigarette aufgeben - da hätten die Dampfershops wohl mit mehr gerechnet.

Die Hintergründe
Mit dem geplanten Einführungsdatum des E-Monopols im Blick hatte das Bundesgremium eine echte Ausbildungsoffensive zum Thema gestartet, die von Trafikanten und ihren Mitarbeitern sehr gut angenommen worden war. Dazu haben sich engangierte Tabakfachhändler auch privat tief in die Materie eingearbeitet. Als "Gegner" der Dampfershops ist man also besser denn je aufgestellt. Man hat ja auch einen großen Vorteil: In einen spezialisierten Shop gehen nur Dampfer - die Trafik besuchen Raucher, Zeitschriften- und Fahrscheinkäufer, Lottospieler und weitere Zielgruppen. So meint auch Andreas Wofinger aus Wien: "Wir haben es nicht notwendig, uns hinter einem Monopol zu verstecken; das macht schon der Vergleich der Zahlen von Trafiken und Dampfershops klar. Mir ist auch ein Nebenartikel mit eigener Preishoheit lieber als ein Monopolprodukt, an dem ich nix verdiene."
Jenes Zehntel, das aus dem (Nicht-)Geschäft mit E-Zigaretten aussteigen will, hat überwiegend keine oder nur eine seltene und schwache Nachfrage seiner Kunden festgestellt - hier spielen regionale Unterschiede sicherlich eine Rolle. Auf der anderen Seite haben zahlreiche ihrer Kollegen durch aktive Ansprache der Kunden und ein attraktives Angebot die Nachfrage selbst geschaffen und pflegen diesen wachsenden Umsatzanteil. Das hat allerdings nichts damit zu tun, ob das E-Segment nun ein Monopolprodukt ist oder nicht ... MH

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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