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Umfrage: Wollen Sie Hanfprodukte verkaufen?

12.05.2020

Jüngste Entwicklungen machen die Möglichkeit des Verkaufs von Hanf-/Cannabis-/CBD-Produkten wahrscheinlicher. Doch wollen die Trafikanten sie auch anbieten?

Selten war die Antwort auf eine Frage des Monats so eindeutig zu beantworten: Von den 509 Teilnehmern der Umfrage würden 96 Prozent pflanzliche Hanfprodukte in ihren Fachgeschäften anbieten, nur vier Prozent würden auf dieses neue Produktsegment aus freien Stücken verzichten.

Zahlreiche Kommentare unterstreichen, dass auch die Kunden legalen Hanf als Trafik-Produkt erwarten und häufig nach CBD-Blüten fragen. Bei aller Vorfreude sind die Trafikanten aber auch gebrannte Kinder – man erinnert sich nur zu gut an die gescheiterte Monopolisierung von E-Zigaretten und Liquids und befürchtet, dass die bestehenden Headshops eine Ausnahmeerlaubnis zum weiteren Verkauf von Cannabisprodukten erstreiten könnten. Hier gibt es einen klaren Tenor: Ja, gerne. Aber nur, wenn wir die einzigen Verkäufer sind!

Zwei weitere Faktoren werden über den Erfolg legaler Hanfprodukte entscheiden: Eine attraktive Spanne und eine nicht überzogene Tabaksteuer sind Grundvoraussetzungen dafür, dass es sich für die Tabakfachgeschäfte auch wirklich lohnt, diese neue Produktkategorie einzuführen. Das Potenzial auf Kundenseite wäre da. Fehlen nur noch legale Cannabisprodukte, die nicht teurer als ihre illegalen THC-Brüder sind. 

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