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Ungarn: Tabakhandel wird Monopol

24.09.2012

Zigaretten und Tabakwaren, die heute bei unseren Nachbarn an rund 44.000 Stellen verkauft werden, sollen in Zukunft nur noch bei 5.-7.000 spezialisierten Geschäften mit spezieller Konzession zu haben sein. (wirtschaftsblatt.at, mh)

Ab 1. Juli 2013 soll die neue Regelung gelten, die weitere Einschränkungen mit sich bringen soll: Nebenartikel gibt es nicht – die Geschäfte dürfen ausschließlich Tabakwaren führen. Selbst im Geschäft darf keine Werbung für diese Waren gemacht werden. Ein wenig absurd wird es, wenn trotz eines seit längerem bestehenden Verkaufsverbotes an Personen unter 18 Jahre nicht einmal dann Tabakwaren verkauft werden dürfen, wenn ein unter 18jähriger im Geschäft ist.

 

Die Vergabe der Konzessionen für Tabakfachgeschäfte soll mit November 2012 beginnen und bis Jahresende abgeschlossen sein. Künftig kann in Ortschaften mit weniger als 2.000 Einwohnern nur eine Konzession vergeben werden, für größere Orte wird je weitere 2.000 Bewohner auch eine weitere Konzession vergeben. Teuer wird es für all jene, die sich trotz fehlender Konzession am Tabakverkauf beteiligen: Hier droht eine Geldbuße von bis zu umgerechnet 1,8 Mio. Euro.

 

Zigaretten bald teurer?

Was sich allerdings nicht ändern soll ist der Preis, der derzeit durch die Hersteller und Importeure festgelegt wird und den zukünftigen Trafikanten eine Marge von nur 3,4 Prozent bringen würde – Experten sehen für die geplante Geschäftsstruktur aber eine Spanne von 8 Prozent als unterste Überlebensgrenze. Damit steht die ungarische Regierung nun vor der Wahl, entweder konzessionierte Totgeburten im Tabakverkauf in Kauf zu nehmen oder aber den Preis für Rauchwaren auf ein Niveau zu heben, das den dann spezialisierten Trafikanten ein Auskommen sichert. Letztere Variante würden österreichische Trafikanten in Grenznähe wohl mit dem einen oder anderen Glaserl Sekt feiern …

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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