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„ Unser Fokus liegt auf myblu und Skruf “

15.04.2019

... erklärt die neue Imperial-Geschäftsführerin Sophie Hogg in ihrem ersten Interview mit der Trafikantenzeitung.

Sophie Hogg mit einer myblu der neuen Color Edition.

Frau Hogg, können Sie uns ein ­wenig über sich erzählen?
Ich bin in Großbritannien geboren und aufgewachsen, verheiratet und habe zwei Kinder, die mich im November 2018 nach Wien begleitet haben.
Nach der Universität habe ich 1996 meinen ersten Job bei Imperial Tobacco gehabt – im Verkauf. Über weitere Stationen im Lebensmittel- und Pharmabereich bin ich 2009 wieder zu Imperial zurück­gekommen. Österreich ist nach UK und Australien meine dritte Station. 

Sind Sie „nur“ für Österreich verantwortlich, oder betreuen Sie auch andere Märkte?
Nein, ich bin ausschließlich Geschäftsführerin von Imperial Tobacco Austria.

Imperial bietet mit der E-Zigarette und den Nikotinpouches derzeit zwei der drei prominenten Alternativen zu klassischem Rauchtabak. Wie sieht es bei „Tabak zum Erhitzen“ aus? Gibt es schon derartige Produkte im internationalen Port­folio, oder sind welche in Entwicklung?
Heat-not-burn hat auf der ganzen Welt sehr unterschiedliche Erfolge. In Japan ist es eingeschlagen, in anderen Märkten ist der Erfolg dafür überschaubar. Grundsätzlich ist alles positiv, was dem Konsumenten eine größere Auswahl ermöglicht. Wir haben derzeit keinen Tabakerhitzer im Portfolio oder aktuell in Entwicklung, das bedeutet aber nicht, dass wir dieses Segment nicht aufmerksam im Auge behalten. Der Fokus für Österreich liegt derzeit aber ganz klar auf der klassischen Zigarette, der E-Zigarette und Skruf.

Welche Marktanteile trauen Sie Skruf und myblu zu? Und wie unterscheiden sich die Käufer?
Das ist ganz schwer abzuschätzen. In Wirklichkeit kann man als Unternehmen nur die Produkte weiterentwickeln und sie den Kunden möglichst gezielt anbieten. Das ist ein fortlaufender Prozess, weil man als Unternehmen dazulernt und sich gleichzeitig auch die Konsumenten weiter­entwickeln. Als Skruf-Käufer sehen wir eher rauchende Gelegenheitsverwender wie Sportler, öffentlich Bedienstete wie Polizisten und alle Raucher, die über längere Zeit nicht rauchen können oder dürfen. Für das Dampfen gibt es unzählige Gründe – trotz vieler Parallelverwender, die weiterhin rauchen, wird es von den Konsumenten aber eher als echte Alternative zum Rauchtabak gesehen.

Auf dem Fachgruppentag in Salzburg haben Sie Neuigkeiten angekündigt – können Sie uns dazu etwas mehr verraten?
Es wird weitere Varianten von myblu geben – in den Farben Blau, Magenta und Gold. Zu den bekannten Starterkits kommen reine Hardware-Packages ohne Pods; für jene Dampfer, welche die typischen Tabakaromen nicht mögen und ohnehin andere Pods kaufen. Dazu werden wir auch neue Liquidsorten in einem neuen Design und mit 0 Milligramm Nikotin herausbringen.

Wird es auch Neuheiten bei klassischen Tabakprodukten geben?
Wir werden neue Tabakprodukte bringen, und es wird auch Veränderungen bekannter Marken geben. Mehr kann ich dazu noch nicht sagen.

Was sehen Sie als besondere Herausforderung in der näheren Zukunft?
Das Mentholverbot wird 2020 schlagend, was Mentholzigaretten und Kapselprodukte aus dem Markt nimmt. Die Frage bleibt: Wo gehen die diesbezüglichen Kunden hin? Und wie kann man sie als Anbieter bei ihren Bedürfnissen und Gewohnheiten abholen? Das wird noch spannend werden!

 

Das vollständige Interview können Sie ab 23. April 2019 in der druckfrischen Printausgabe der Trafikantenzeitung nachlesen.
 

Autor/in:
Matthias Hauptmann
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