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Erst schließt die Tankstelle, ...

Vorsicht, Falle: Tankstellenschließungen bedrohen zahlreiche Trafikanten

15.04.2014

Wenn Tankstellen zusperren oder auf Automatikbetrieb umstellen ist dies kein Grund zur Freude - der Wegfall einer potenten Verkaufsstelle für Zigaretten kann den betroffenen Trafikanten in große Probleme stürzen. (mh)

... dann die Trafik. Weil das Geschäft mit so wenig Tabakumsatz weder weitergegeben, noch verkauft werden kann.

Die Betriebe verdienen nichts mehr", erklärt KR Werner Sackl, Obmann des Fachverbands Tankstellen in der WKÖ. „Die reine Provision für Tankstellenpächter liegt bei 1–2 Cent pro Liter – zu wenig zum Leben. Nur in drei weiteren EU-Ländern sind die Margen noch schlechter." Darauf wird laufend reagiert: "Allein im Jahr 2013 haben in Österreich 52 Tankstellen umgebaut oder zugesperrt, und dieser Trend hält an. Die Automatentankstellen ohne Service oder Toiletten (Anm.: aktuell 555 von rund 2.500) werden in wenigen Jahren rund ein Drittel des Angebotes ausmachen. Wenn sie sich dann immer noch nicht rechnen, wird eben zugesperrt."

Risiko für Trafikanten
Was wie eine Jubelmeldung klingt (immerhin hatte die Tankstelle ja vielleicht eine Lottoannahmestelle) ist in Wahrheit eine Gefahr: Denn jede geschlossene oder auf Automatikbetrieb umgebaute Tankstelle geht einem Trafikanten verloren, dem sie zurayonniert war. Damit können selbst solide und gut gehende Geschäfte schlagartig zu Kandidaten für den Strukturfonds und eine letzte Abfindung werden.
Je besser dabei das Zigarettengeschäft der Tankstelle läuft und je höher sein Anteil am Tabakumsatz des zurayonnierten Trafikanten, desto gefährdeter ist Letzterer.

Plötzlich ein Fall für die Schließungsprämie

Sperrt die Tankstelle zu oder stellt auf Automatikbetrieb um – was im Hinblick auf den Verkauf von Tabakprodukten die gleiche Wirkung hat –, so verliert der Trafikant nicht nur wichtigen laufenden Umsatz. Sinkt er gleichzeitig unter den geltenden Mindestumsatz mit Tabakprodukten, so wird ihm darüber hinaus auch noch die Möglichkeit genommen, zum Pensionsantritt sein Geschäft zu verkaufen oder innerhalb der Familie weitergeben zu können.

Die Vollversion dieser Geschichte ist in der Trafikantenzeitung April 2014 nachzulesen.

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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