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Weitere Details der Tabakprodukterichtlinie

11.10.2013

Nach den ersten Eckdaten zeigen sich weitere Details der am 8. Oktober beschlossenen Inhalte. Die Vollversion dieses Artikels ist in der kommenden Ausgabe der Trafikantenzeitung nachzulesen. 

Die Warnhinweise sollen nun "nur" 65 Prozent der Fläche bedecken - das grausliche Erscheinungsbild bleibt

Warnhinweise

65 Prozent der Fläche für Zigaretten, RYO-Feinschnitt und Wasserpfeifentabak, beginnend am oberen Rand der Packung. 30 Prozent der Fläche für Cigarren, Zigarillos, Schnupftabak etc.

Bis auf die Einheitsfarbe und mit geringfügigen Abstrichen bei der Bildgröße werden künftige Zigarettenpackungen also sehr ähnlich aussehen wie die Steckkarten der Verhüllungsaktion im September.

 

Inhaltsstoffe

Es wird eine „Positivliste“ jener Zusatzstoffe geben, die erlaubt sind. Charakteristische Geschmacksstoffe sollen drei Jahre nach Umsetzung der Richtlinie verboten sein, für Menthol gilt eine längere Übergangsfrist von fünf Jahren.

Cigarren, Zigarillos und Schnupftabak sind davon bis auf Widerruf (delegierter Rechtsakt) ausgenommen.

Für die Produktion notwendige Zusatzstoffe bleiben erlaubt, ein nachträgliches Aufzuckern von Tabak ebenfalls.

 

Klickfilter

Für diese kommt – auch mit 3 Jahren Frist – das Aus, ebenso für aromatisierte Papiere, Kapseln oder Packungen.

 

Slim-Zigaretten und alternative Packungsformen

Slimformate werden nicht verboten, auch die geforderte quaderförmige Einheitspackung mit standardisierter Öffnungslasche wurde nicht beschlossen. Dafür gibt es Mindestmengen von 20 Stück pro Zigarettenpackung und 20 Gramm pro Feinschnittpouch.

 

E-Zigaretten

Diese sollen nun nicht als Arzneimittel registrierungspflichtig werden, die maximale Nikotinkonzentration wurde mit 30 mg/l festgelegt. E-Zigaretten muss künftig ein Beipacktext nach dem Vorbild von Arzneimitteln beigelegt werden.

 

Neue Produkte

Produktneuheiten müssen vor ihrer Einführung bei den nationalen Behörden unter Angabe von Zusammensetzung, Inhaltsstoffen, Emissionsstoffen etc. gemeldet werden.

 

Trackingsystem

Sowohl einzelne Produkte, als auch Verpackungen und Paletten sollen mit einem Code gekennzeichnet werden, mit dem der genaue Weg vom Hersteller zum Großhändler nachvollziehbar gemacht werden soll. Aufwändige Bedruckung der Filter soll Fälschungen verhindern. Inwieweit diese Maßnahmen den gewünschten Effekt auf Schmuggel und Produktpiraterie haben bleibt abzuwarten.

 

Länderübergreifender Versand

Dieser wird künftig gänzlich verboten sein. Dies spielt für Österreich keine Rolle, wird jedoch die zahlreichen Onlineshops treffen, die speziell Braunware versenden.

Grenzübertritt mit Zigaretten

Hier ermächtigt die Richtlinie die Mitgliedsstaaten, das Mitbringen von Tabakprodukten zu untersagen, wenn der Verkaufspreis des Herkunftslandes deutlich unter dem heimischen Preis liegt und/oder die Warnhinweise nicht in einer Amtssprache des Ziellandes verfasst sind. Diese Ermächtigung hätte das Potenzial, die Quote legal aus Tschechien, Ungarn oder Slowenien mitgebrachter Zigaretten auf Null zu setzen.

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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