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Josef Prirschl will seine langjährigen Erfahrungen nun für seinen Berufsstand einbringen

"Wir müssen nach außen mit einer Stimme sprechen ..."

19.11.2014

Josef Prirschl wird aller Wahrscheinlichkeit nach der nächste Bundesgremialobmann der Trafikanten. Wir haben ihn vors Mikrofon gebeten.

Im Vorfeld war recht häufig zu hören, Sie hätten sich erst spät für eine Kandidatur entschieden. Warum eigentlich?
Ich bin seit 1996 Funktionär und seit 1998 stellvertretender Landesgremialobmann – da weiß man schon ziemlich genau, wie viel Zeit und Arbeit in einer solchen Position stecken. Auf der anderen Seite kenne ich aber natürlich die brennenden Probleme der Branche, die sich seit Jahren in einer Verteidigungs- und Rückzugsposition befindet. Dieser Situation möchte ich gerne positiv entgegenwirken. Ich bin mir aber auch dessen bewusst, dass die Erwartungshaltung der Trafikanten an mich recht hoch ist.

Zu tun gibt es wirklich genug. Wie sehen Sie die derzeitige Situation Ihres Heimatbundeslandes?
Die Strukturwelle hat Niederösterreich große Einschnitte gebracht, immer mehr strukturschwache Gemeinden stehen ohne Nahversorgung da. Für die kommenden zwei bis vier Jahre ist das Schlimmste zwar vorerst überstanden, aber wenn sich bei der Spanne nichts tut, ist die nächste Schließungswelle nur eine Frage der Zeit.

Sie haben eben das nächste Stichwort geliefert – die Spanne. Was ist da Ihre Stoßrichtung?
Wir wollen nur zu einer Spannensituation zurück, wie wir sie vor 2012 hatten. Mit dem genannten Jahr 2012 vergleicht die Industrie deshalb so gerne, weil es für uns ein sehr schlechtes Jahr war. Die Grundidee ist die, 15 Prozent des Verkaufspreises für die Trafikanten zu bekommen, wobei wir ein Modell brauchen, das nicht mehr auf den Wirtschaftsnutzen abstellt.

Gibt es Produktgruppen, in die Sie große Zukunftshoffnungen setzen?
Ein sehr aktuelles Thema ist da natürlich die E-Zigarette und E-Shisha – es ist ganz wichtig, dass wir diese Produktgruppe exklusiv bekommen. Zugleich muss ich aber die Erwartungen an diese E-Produkte ein wenig dämpfen: 10 oder 20 Prozent der Umsätze aus dem Tabakgeschäft werden wir wohl nicht so schnell damit machen.

Welchen Arbeitsstil darf man sich vom designierten Bundesgremialobmann Josef Prirschl erwarten?
Grundsätzlich sehe ich mich als Teamplayer. Ich möchte nicht meine Privatmeinung verordnen, sondern nach einer breiten Einigung, hinter der dann auch möglichst alle stehen, einen einheitlichen Standpunkt vertreten. Mir ist die Diskussion wichtig – aber nach außen müssen wir eine Einheit sein. Nur so lässt sich die Position der Trafikanten gegenüber Politik und Wirtschaft stärken.

Das vollständige Interview finden Sie in der Printausgabe der Trafikantenzeitung ab 21. November.

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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