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Zähneknirschendes JA zum Lotto-Kompromiss

02.10.2012

Man hat sich nach Kräften gewehrt, verhandelt, blockiert - bis die Österreichischen Lotterien ankündigten, zu den ursprünglichen Plänen zur Erweiterung ihres Netzes von Annahmestellen zurückkehren zu wollen. Am 27. September haben die Landesgremialobleute den letzten Vorschlag der Lotterien unter Vorbehalt zur Kenntnis genommen.

Die Trafikanten haben damit bekommen, was möglich war. Zwar entspricht dies immer noch einer Verschlechterung, allerdings wächst das Netz der Annahmestellen nun nicht wie ursprünglich geplant um 60, sondern um "nur noch" 43 Prozent. Und die neuen Annahmestellen in Lebensmittelhandel und Tankstellen sollen auf Quicktipps beschränkt sein und keine individuell ausgefüllen Wettscheine annehmen können. Ein schwacher Trost, aber immer noch besser als das, was den Lottokollektanten blüht: Bekommen die Trafikanten in direkter Nachbarschaft zu einer Kollektur nun auch eine Annahmestelle, so können die betroffenen Kollektanten nur noch zusperren oder in Pension gehen. Ein Verkauf des auf fast Null entwerteten Geschäfts steht damit nicht mehr zur Debatte.

 

Für die Österreichischen Lotterien ist die Einigung jedenfalls ein Erfolg, da die Drohung einer bundesweiten Klage vom Tisch ist. Diese hätte auf eine einstweilige Verfügung abgezielt und damit die Expansion der Lotterien bis zum Gerichtsurteil auf Eis gelegt. Nun drohen zwar immer noch Einzelklagen von betroffenen Trafikanten und möglicherweise auch Kollektanten, welche die Landesgremien speziell in den Bundesländern Kärnten, Steiermark und Niederösterreich unterstützen wollen. Doch die Erweiterung kommt.

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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