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Zahlungsart-Updating für Geschäftskunden

21.04.2008

A uf der Tagesordnung einer der routinemäßigen Gespräche des Bundesgremiums der Tabaktrafikanten und der Monopolverwaltungsgesellschaft stehen dieser Tage die Forderungen der Mineralölindustrie bezüglich einer monatlichen Abrechnung der den Tankstellenkunden zurayonnierten Trafiken und die des Verbands des Cigarren und Pfeifen-fachhändler Österreichs (VCPÖ) hinsichtlich einer zeitgemäßen Regelung der Zahlungsmodalität beim Verkauf von Tabakwaren an andere Unternehmen, wie Tankstellen, Gast-gewerbebetriebe oder Hotels.
"Derzeit gilt für Trafikanten offiziell die Regelung, daß Tabakwaren auch von Geschäftskunden bar oder mittels Kreditkarte bei Abholung bezahlt werden müssen. Diese Regelung scheint uns zwar im historischen Kontext verständlich, ist im heutigen Geschäfts-leben aber unüblich und unzeitgemäß", begründet VCPÖ-Präsident Klaus Fischer das Eintreten des Verbands für die Zulässigkeit einer geschäftsüblichen Rechnungslegung mit prompter Zahlung per Banküberweisung.
Ein Anliegen, das Rechtssicherheit für alle Trafikanten schaffen soll, zumal sich a) schon jetzt immer wieder "schwarze Schafe" finden lassen, die es mit den bestehenden Spielregeln nicht so genau nehmen, und b) die Banküberweisung für Tabakwaren bereits jetzt regional unterschiedlich toleriert wird. "Damit trägt die monopolrechtliche Praxis bereits jetzt den veränderten Usancen im Geschäftsleben Rechnung, allerdings verbunden mit einer Ungleichbehandlung von Trafikanten und verbunden mit entsprechender Rechtsunsicherheit", begründet Klaus Fischer das an die Monopolverwaltung gerichtete Ersuchen, die monopolrechtliche Praxis nicht zuletzt zur Wahrung der Chancengleichheit den aktuellen Geschäftsusancen anzupassen.
Trafikanten, die sich regeltreu verhalten, sind derzeit oft mit verärgerten Geschäftspartnern konfrontiert, die ihnen Unfähigkeit und Unwilligkeit unterstellen. Insbesondere größere Betriebe wie Hotels, Gastronomie oder Tankstellen beklagen, daß es ihnen aus innerbetrieblichen Gründen oft kaum möglich sei , den Tabakwareneinkauf bar zu bezahlen, denn: erstens müsse man den Einkauf vorher genau kalkulieren, um den Bargeldbedarf zu ermitteln, zweitens wird meist ein Bote geschickt, dem man weder die oft erhebliche Menge Bargeld noch eine Kreditkarte mitzugeben bereit ist, und schließlich wird in den meisten Betrieben der gesamte Zahlungsverkehr intern über die Buchhaltung abgewickelt. Die als umständlich und kundenfeindlich empfundene Trafiken-Gepflogenheit scheint schon allein in Analogie zur bereits zulässigen Kreditkartenzahlung nicht mehr angebracht, muß der Trafikant in diesem Fall doch mehrere Wochen auf die Gutschrift des Verkaufserlöses warten und hat überdies noch ein Disagio von durchschnittlich 3 Prozent vom Warenwert zu tragen. "Dagegen bedeutet die Zahlungsmodalität prompt nach Rechnungserhalt, daß mit Zahlungseingang in voller Höhe binnen weniger Tage gerechnet werden kann", nennt VCPÖ-Vizepräsident Georg Vacano einen aus der angestrebten Neuregelung resultierenden Vorteil für den Tabakwareneinzelhandel. Wozu noch kommt, daß sich in Zeiten, da Trafiküberfälle zum Alltag gehören, der bargeldlose Zahlungsverkehr als ein zusätzlicher Pluspunkt erweist, weil Tankstellen oder Gastronomen zumeist Einkäufe in Höhe einer regulären Tageslosung tätigen.
"Tabaktrafiken haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend zu komplexen Unternehmen mit einem breiten Sortiment und unterschiedlichsten Abrechnungsmodalitäten entwickelt. Der Tabakwareneinzelhandel muß zahlreiche Rechtsvorschriften beachten, die dem nicht monopolkundigen oft nur schwer oder nicht erklärbar sind. Der Zahlungseingang per Banküberweisung stellt dem gegenüber eine relativ geringe Anforderung dar.
"Schon das bestehende und aus Sicht des VCPÖ und seiner Mitglieder sinnvolle und unantastbare Rabatt- und Zugabeverbot ist dem Kunden oft schwer genug zu erklären. Wenn der Trafikant dann auch noch eine, im heutigen Geschäftsleben weitgehend unübliche Zahlungsmethode verlangt, stößt er bei Firmenkunden meist auf wenig Verständnis. Dies führt immer wieder dazu, daß regeltreue TrafikantInnen wichtige Kunden, wie Tankstellen oder Gastronomen, verlieren und das Geschäft jene machen, die es mit den Regeln nicht so genau nehmen. Dieser Umstand kann weder im Interesse der Monopolverwaltung noch des Berufsstandes liegen", heißt es im VCPÖ-Ansuchen, dessen erhoffte positive Erledigung nach Verbandsmeinung keine Gesetzesänderung erforderlich mache, da die Zahlungsmodalität "prompt" bedeute, daß eben kein "Zahlungsziel", bzw. kein "Verkäuferkredit" gewährt werde. Nur die Zahlungsart werde bargeldlos und das sei bereits gesetzlich geregelt. Auch eine Vorteilsgewährung könne daraus nicht abgeleitet werden im Gegenteil, es sei Zeit die Benachteiligung der Trafikanten zu beheben.

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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