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Ob nach Themen im Regal sortiert oder aufgrund hoher Nachfrage im Thekenbereich platziert: Hochpreisige und stark nachgefragte Magazine sollten zum Erscheinungstermin unübersehbar ins Auge der Kunden fallen.

Zeitschriften sinnvoll bewirtschaften

26.09.2016

Ein schönes Sortiment an Zeitschriften kann ein gutes Standbein sein. Auf jeden Fall machen Handling, Rechnungskontrolle und Remissionen aber reichlich Arbeit. Prioritätensetzung zahlt sich deshalb aus.
 

Die Freude der Trafikanten über den gemeinsamen Vertrieb von Morawa und PGV ist immer noch überschaubar, die Startschwierigkeiten wurden aber mittlerweile ein Stück weit reduziert. Doch Zeitschriften sind so oder so ein Geschäft, das mit Arbeit verbunden ist – vor allem bei einem breiten Sortiment. Es zahlt sich also aus, die angebotenen Titel mit Bedacht zu wählen und den Kunden die profitabelsten Magazine auch am auffälligsten zu präsentieren.

Viel vom Teuren

Die Verkaufspreise der beliebtesten Zeitschriften sind ebenso unterschiedlich wie ihre Erscheinungsweise sowie die Zahl der wirklich im Geschäft oder am Kiosk an Mann und Frau gebrachten Exemplare. Und natürlich würde jeder Händler gerne ausschließlich die teuersten Hefte mit der besten Marge verkaufen – am liebsten ganz viele davon. Die ÖAK, die Österreichische Auflagen-Kontrolle, bietet einen guten Überblick über die medialen „Machtverhältnisse“, die sich teils auch recht deutlich ändern können. Man denke hier nur an ein Wochenmagazin, das zu seiner besten Zeit weit über der 100.000er-Marke gelegen war und nun bei 12.600 verkauften Exemplaren herumkrebst. 
Nun wird niemand seinen Optimierungsgedanken so weit spinnen, zum Beispiel „Die ganze Woche“ nicht mehr zu führen – auch bei einem Copypreis von nur 1,20 Euro ist eine wöchentlich verkaufte Auflage von knapp 270.000 Exemplaren eine zu aufgelegte Gelegenheit zum Geldverdienen. Manche Titel muss man führen, weil die Stammkunden danach verlangen und ansonsten abwandern würden.

Flexibles Anbieten

Wer seine Hände aber ohnehin täglich am Zeitschriftenangebot hat, kann dies gleich dazu nutzen, profitable Titel in den Fokus der Kunden zu rücken. Am Erscheinungstag bzw. bei höherpreisigen Monatszeitschriften über mehrere Tage danach verkauft sich das jeweilige Heft sofort besser, sobald es im Thekenbereich platziert oder zumindest unverdeckt als oberstes Angebot im Regal präsentiert wird.
Es ist zudem im ureigensten Inter-
esse jedes Kaufmannes und eine legitime Vorgangsweise, bei vergleichbaren Produkten jenes bevorzugt anzubieten, welches die beste Spanne bietet. Angesichts von 15,66 für österreichische und 16,74 Prozent für deutsche Titel hat der Verkaufspreis den deutlichsten Einfluss auf das, was dem Händler im Börserl bleibt. Ein Beispiel gefällig? Im Bereich Kulinarik erscheint das „Gusto“ monatlich für 3,90 Euro, das „Servus Gute Küche“ nur halbjährlich, dafür um 5,90 Euro – es ist also sinnvoll, Letzterem zum 
Erscheinungstermin den Vorzug in der Präsentation zu geben. Pro Titel mögen die Mehrumsätze nicht astronomisch sein. Doch ein paar Euro hier und ein paar dort summieren sich im Jahresverlauf zu spürbaren Beträgen auf.
Ganz allgemein macht es Sinn, die Glaubwürdigkeit und Beratungskompetenz der Trafik auch für Medienempfehlungen zu nutzen. Viele Kunden sind für gute Empfehlungen in allen Produktbereichen dankbar. Und gerade der Lesestoff ist ein Bereich, in welchem Medienqualität und persönlicher Geschmack des Konsumenten höhere Priorität als der Kaufpreis haben. Nicht  zuletzt kauft man sich ein Monatsheft ja auch nur ein Mal ...

Profitables Non-Press-Segment

Wenn wir schon mal beim Thema Print sind: Sammelserien und Bücher sind mit einer Spanne von 21,06 Prozent besonders attraktiv. Beim Buch kommt zudem ein Preisniveau hinzu, bei welchem echte Eurobeträge und nicht nur ein paar Cent an Spanne verbleiben. Einen Nachteil hat dieses Geschäft aber – man muss sich so richtig darum kümmern und auch die Mitarbeiter dahingehend motivieren, den Buchverkauf aktiv anzubieten. Dafür ist eine derartige Offensive auch direkt von spürbarem Erfolg gekrönt. Der Wiener Landesgremialobmann Andreas Schiefer meinte zum Thema Buchverkauf und den Erfahrungen aus der eigenen Trafik:
„Sobald ich hier Initiative zeige, spüre ich es auch beim Umsatz.“

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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