Auf welche Aufgaben freuen Sie sich in der neuen Position am meisten?
Ich freue mich auf Österreich insgesamt. Es hat alles, was man sich als GM wünscht: professioneller Vertrieb mit dem Tabakeinzelhandelsmonopol, spannende geopolitische Lage, vernünftige Regulierung und damit gutes Entwicklungspotential in Bezug auf die neuartigen Tabak-und Nikotinprodukte, und natürlich die Möglichkeit die neueste Generation unseres Tabakerhitzers glo hilo zu launchen und somit alle relevanten Kategorien zu bespielen.
Wie ist Ihr erster Eindruck vom Tabakmonopol in Österreich?
Sehr komplex mit vielen Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen, professionell gemanagt und mit dem sozialen Aspekt auch gesellschaftspolitisch interessant.
Gibt es eine strategische Gewichtung der Rauchfrei-Produkte bei BAT?
Unsere Unternehmensvision ist eine rauchfreie Zukunft. Unser Unternehmensfokus liegt daher klar auf alternativen Nikotinprodukten. In Österreich ist und bleibt VELO unsere Marke Nummer eins. Und unser Ziel ist, dass VELO auch bei den Konsumentinnen und Konsumenten die Nummer eins bleibt. Mit glo hilo setzt BAT ein starkes Zeichen für die Kategorie Tabakerhitzer am österreichischen Markt. Aber grundsätzlich gilt: Wir wollen auch in Österreich unserem Multi-Category -Ansatz nachkommen. Heißt: mit allen Kategorien am Markt vertreten sein.
Wie schätzen Sie das Potenzial von glo am österreichischen Markt ein?
Neue Rahmenbedingungen, gute Chancen. Wenn einem Produkt so lange eine Monopolstellung (per Gesetz) eingeräumt wird, und gleichzeitig die regulatorischen Rahmenbedingungen schwerer werden, schafft man die Aufholjagd nicht mit einem Sprint, sondern nur mit Ausdauer und Qualität. Beides haben wir.
Könnte die kommende TPD3 die Omi-Strategie zurückwerfen?
Ja leider besteht eine ernsthafte Gefahr, dass die TPD3 alle Innovationen und zukünftige Entwicklungen für weniger schädlichen Nikotingenuss um Jahre zurückwirft bzw. sogar stoppt. Umso wichtiger ist es, dass wir als Branche gemeinsam für den Erhalt der Vielfalt und damit für Wahlfreiheit eintreten und gegen Überregulierung und Verbotspolitik auftreten. Mit Weitblick über den eigenen Tellerrand hinaus. Die Public Consultation ist die zentrale Gelegenheit, unsere Perspektive einzubringen. Eine breite Beteiligung der Branche sendet ein klares Signal nach Brüssel: Wir stehen für verantwortungsvolle Regulierung, für Innovation und für Wahlfreiheit erwachsener Konsumentinnen und Konsumenten. Diese Chance wollen wir geschlossen nutzen und hierfür hat die WKO eine Branchenkampagne gemacht. Das ist essentiell für die Zukunft unserer Branche.