Mit 1. Mai 2026 hat Stephan Heyng die Geschäftsführung von British American Tobacco Austria übernommen. Im Rahmen eines Pressetermins stellte sich der neue General Manager nicht nur persönlich vor, sondern präsentierte zugleich eine wichtige Portfolio-Erweiterung: Ab Juli bringt BAT Austria den neuen Tabakerhitzer glo Hilo auf den österreichischen Markt. Heyng ist seit 2002 im BAT-Konzern tätig und war in verschiedenen internationalen Managementfunktionen aktiv – unter anderem als Head of Sales in Deutschland, Trade Marketing Development Manager in Russland, Head of Customer Investments in London sowie zuletzt als Geschäftsführer von BAT Norwegen. Nun übernimmt er in Österreich zu einem Zeitpunkt, an dem sich der Markt für Nikotinprodukte regulatorisch und strategisch stark verändert.

„Mit der Monopolisierung von Nikotinpouches und E-Zigaretten sowie einem neuen, risikobasierten Steuermodell hat Österreich ein klares Bekenntnis zu alternativen Nikotinprodukten abgegeben“, sagt Heyng. Er sieht darin eine wesentliche Voraussetzung für den Wandel: „Ich bin überzeugt, dass nur so der Umstieg auf potenziell weniger schädliche Produkte nachhaltig gelingen kann.“

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glo Hilo erweitert das Portfolio

Mit dem Launch von glo Hilo erweitert BAT Austria sein Angebot an rauchfreien und potenziell risikoreduzierten Alternativen. Neben Nikotin Pouches und E-Zigaretten kommt damit nun auch die neueste Generation des BAT-Tabakerhitzers nach Österreich. Möglich wurde der Marktstart durch eine gesetzliche Änderung: Ende 2025 wurde das bisherige Zulassungsverfahren für Tabakerhitzer durch ein Meldeverfahren ersetzt, wie es in vielen europäischen Ländern üblich ist. „Mit glo Hilo schließen wir nun eine wichtige Lücke in unserem Portfolio in Österreich“, erklärt Heyng. „Für erwachsene Konsumentinnen und Konsumenten bedeutet das künftig mehr Auswahl bei rauchfreien Alternativen zur klassischen Zigarette.“

Dass Österreich zu den ersten europäischen Märkten zählt, in denen glo Hilo verfügbar sein wird, wertet BAT als klares Signal. „Österreich gehört somit zu den ersten europäischen Ländern, die unsere neueste Generation an Tabakerhitzern erhalten – das unterstreicht die Bedeutung dieses Marktes, in dem wir bereits mit unserer Marke VELO klarer Marktführer im Segment Nikotin Pouches sind“, sagt Heyng.

Technologisch setzt glo Hilo auf ein duales Erhitzungssystem aus Infrarot- und Widerstandstechnologie. Das Gerät soll eine Aufheizzeit von fünf bis zehn Sekunden ermöglichen. Zudem sind nahezu unbegrenzt lange Nutzungseinheiten vorgesehen, da keine Zugbegrenzung besteht. Eine Reinigung des Geräts ist nicht mehr notwendig. Neben zwei Gerätevarianten kommen Sticks der Marken „virto“ sowie „rivo“ auf den Markt; „rivo“ ist tabakfrei und basiert auf Kräutern. Erhältlich sein werden die Produkte ab Sommer ausschließlich in Österreichs Trafiken.

glo Hilo: schlank und elegant © BAT
glo Hilo Plus: mehr Puffs und trotzdem schlank © BAT

Österreich als Transformationsmarkt

Für BAT Austria ist der österreichische Markt aktuell besonders relevant. Seit April 2026 unterliegen E-Zigaretten und Nikotin-Pouches dem Tabakmonopol und dürfen nur noch über Trafiken beziehungsweise lizenzierte Händler vertrieben werden. BAT begrüßt diese Entwicklung vor allem mit Blick auf Rechtssicherheit, Planbarkeit und Jugendschutz. „Unsere Branche befindet sich in einer tiefgreifenden Transformation. Österreich hat zuletzt wichtige regulatorische Weichen gestellt, die Innovation ermöglichen und gleichzeitig klare Regeln schaffen“, so Heyng. Aus seiner Sicht kann Österreich damit auch auf europäischer Ebene eine wichtige Rolle einnehmen: „Unser Anspruch sollte jetzt vor allem sein, innerhalb der EU zu zeigen, wie ausgewogene Regulierung zu einem echten Mehrwert für Gesellschaft, Staat und Wirtschaft führen kann.“

Gleichzeitig steht die Branche vor weiteren regulatorischen Diskussionen. Auf EU-Ebene laufen Debatten über eine neue Tabakproduktrichtlinie sowie Änderungen der europäischen Tabaksteuer-Richtlinie. Heyng plädiert dabei für einen wissenschaftsbasierten Zugang: „Entscheidend wird nun sein, auf wissenschaftsbasierte Regulierung zu setzen und gleichzeitig den illegalen Handel nicht weiter zu stärken.“

Omni-Strategie

Der Produktlaunch von glo Hilo ist Teil der globalen Omni-Strategie: BAT setzt nicht auf eine einzelne Alternative zur Zigarette, sondern auf ein breites Portfolio nicht-brennbarer Produkte. Dazu zählen Nikotin-Pouches, E-Zigaretten und Tabakerhitzer. Der Ansatz dahinter: Erwachsene Raucherinnen und Raucher sollen je nach Präferenz unterschiedliche Alternativen zur klassischen Zigarette vorfinden. Gerade Tabakerhitzer sieht BAT als wichtige Ergänzung, weil sie der Zigarette im Geschmackserlebnis besonders nahekommen. Der Tabak wird dabei nicht verbrannt, sondern erhitzt. „Wir wollen erwachsenen Konsumentinnen und Konsumenten, die ansonsten weiter rauchen würden, attraktive Alternativen anbieten“, sagt Heyng. „Das ist nicht nur aus Unternehmenssicht relevant, sondern auch im Interesse der öffentlichen Gesundheit, denn die alternativen Produkte verursachen zwischen 95 und 99 Prozent weniger Schadstoffe als die herkömmliche Zigarette.“

Trafiken als zentrale Partner

Für BAT Austria spielen die Trafiken in dieser Transformation eine Schlüsselrolle. Durch die Monopolisierung neuer Kategorien und den Vertrieb über kontrollierte Kanäle sieht das Unternehmen die Grundlage geschaffen, Innovation, Konsumentenschutz und Jugendschutz besser miteinander zu verbinden. Heyng will die Marktstärke von BAT Austria bei nicht-brennbaren Nikotinprodukten weiter ausbauen. „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit den Trafikantinnen und Trafikanten diesen Wandel auch in Österreich erfolgreich fortzusetzen“, sagt der neue General Manager. Seinem Vorgänger Sven Löhr dankt BAT Austria für die Arbeit der vergangenen Jahre. Unter seiner Leitung wurde insbesondere die Marktposition im Bereich Nikotin Pouches weiter ausgebaut. Löhr wechselt zurück in das deutsche Leadership Team und übernimmt dort künftig den Bereich Insights & Foresights.

Mit Stephan Heyng an der Spitze und glo Hilo im Portfolio setzt BAT Austria nun ein doppeltes Signal: Der österreichische Markt soll für die Transformation hin zu rauchfreien Alternativen weiter an Bedeutung gewinnen. Oder, wie Heyng es formuliert: „Österreich hat zuletzt wichtige regulatorische Weichen gestellt“ – nun gelte es, diese Rahmenbedingungen für Innovation, Verantwortung und den weiteren Umstieg erwachsener Raucherinnen und Raucher zu nutzen.