Als Teil des NAK bilden Feuerzeuge weiterhin einen wichtigen Bestandteil des Sortiments in österreichischen Trafiken. Allerdings bemerken viele Trafikant*innen beim klassischen Feuerzeugverkauf einen signifikanten Wandel, der primär durch gestiegenes Nachhaltigkeitsbewusstsein, technologische Innovationen und veränderte Konsumgewohnheiten geprägt ist. „Durch die Verlagerung hin zu Nikotin-Pouches und Heat-not-Burn-Produkten verändert sich klarerweise auch der Bedarf an Feuerzeugen bei unseren Kunden“, erzählt Daniel Schulz, Bundesgremialobmann-Stellvertreter und Trafikant in Wien-Hernals. „Höherpreisige Kultobjekte wie nachfüllbare Benzinfeuerzeuge mit lebenslanger Garantie werden immer weniger verkauft.“ Dafür würden laut Schulz klassische Gas-Feuerzeuge besser laufen, vor allem wenn sie ein ansprechendes oder trendiges Design haben. Die bekanntesten beiden Marken sind seit vielen Jahrzehnten für ihre einfache Handhabung und Zuverlässigkeit bekannt, vereinen zusammen etwa 50 Prozent der weltweit verkauften Feuerzeuge und gehören mit über 10.000 verschiedenen Designs zu den begehrtesten Sammler-Feuerzeugen der Welt.

Umweltbewusstsein nimmt zu

Obwohl derzeit etwa 63 Prozent der weltweiten Feuerzeugverkäufe auf klassische Einwegfeuerzeuge entfallen, belegen aktuelle Studien eine deutlich gestiegene Nachfrage nach wiederaufladbaren und flammenlosen Feuerzeugen. Demnach entfallen circa 37 Prozent der neuen Produkteinführungen im Zeitraum 2023–2025 bereits auf Akku-basierte Modelle. Denn im Gegensatz zu ihren Butan- oder Feuerzeugbenzin-Gegenstücken bieten moderne Plasmafeuerzeuge, die mittels USB aufgeladen werden und einen Lichtbogen erzeugen, gleich mehrere Vorteile: Sie sind winddicht, sicher (keine offene Flamme), langlebiger und umweltfreundlicher im Verbrauch. Hinzu kommt, dass auch der Anteil umweltfreundlicher Materialien in leichteren Gehäusen zunimmt. Diese Taschenfeuerzeuge werden aus biobasierten und recycelten Materialien hergestellt, verzichten auf die Verwendung von Farbstoffen und PVC und sind zudem über ein eigenes Sammelprogramm recycelbar.         

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FeuerzeugE für diverse Zielgruppen …

Feuerzeuge unterscheiden sich vor allem in ihrem technischen Aufbau, ihrem Zündmechanismus und ihrem Brennstoffsystem. Diese Faktoren beeinflussen, wie zuverlässig, präzise und witterungsunabhängig sie arbeiten und somit auch ihren Einsatzzweck. Welches Feuerzeug für welchen Einsatz das richtige ist, hängt in erster Linie davon ab, was entzündet werden soll und unter welchen Bedingungen es benutzt wird. So ist es aufgrund sinkender Raucherquoten nicht ganz überraschend, dass Feuerzeuge heute zunehmend als funktionale Gegenstände für Küche (Stabfeuerzeuge) oder Outdoor-Aktivitäten vermarktet werden. Die Mehrzahl der Zigarettenraucher entscheidet sich bei der Wahl der Zündquelle jedoch nach wie vor für klassische Reibrad-Feuerzeuge oder kompakte Plasmafeuerzeuge. Beide liefern eine gleichmäßige, saubere Zündung und sind leicht zu handhaben. Während das kostengünstigere Reibrad-Feuerzeug durch seine mechanische Einfachheit überzeugt, bietet das Plasmafeuerzeug eine moderne, windfeste und wiederaufladbare Alternative.

 … vom Zigarren- bis zum Pfeifenraucher

Wer den exklusiven Genuss hochwertiger Zigarren bevorzugt, sollte hingegen auf ein Jetflame-Feuerzeug setzen. Diese erzeugen eine gebündelte, blaue Hochtemperaturflamme mit bis zu 1.300 °C. Die Flamme entzündet Zigarren gleichmäßig über die gesamte Brennfläche, ohne den Tabak zu überhitzen. Für Pfeifenraucher wiederum ist ein spezielles Pfeifenfeuerzeug die richtige Wahl. Diese besitzen eine seitlich geneigte Flamme, die sich präzise in den Pfeifenkopf führen lässt. Dadurch lässt sich der Tabak gleichmäßig entzünden, ohne das Mundstück oder den Rand der Pfeife zu beschädigen. Dieses Kunststück schafft man übrigens auch mit überlangen Zigarrenstreichhölzern, die das richtige Anzünden einer Zigarre oder Pfeife um einiges erleichtern: Wichtig ist dabei lediglich, ein paar Sekunden nach dem Entzünden des Streichholzes zu warten, bis der komplette Schwefel verbrannt ist und erst danach das Streichholz zur Zigarre bzw. Pfeife zu führen.

Gasverkauf bei nachfüllbaren Feuerzeugen

Im Normalfall funktioniert die Bestellung und Lagerung von Feuerzeugen als schnell umschlagende Raucherbedarfsartikel in Trafiken recht unkompliziert. Warum im höherpreisigen Bereich der logistische Aufwand beim Nachfüllen von Gasfeuerzeugen jedoch deutlich größer und nicht überall wirtschaftlich ist, erklärt Daniel Schulz: „Im laufenden Betrieb beschränken wir uns bewusst auf den Verkauf des passenden Gases. Wir erklären unseren Kund*innen auf Wunsch die richtige Handhabung beim Nachfüllen ihres Feuerzeuges bzw. unterstützen diese gerne beim ersten Mal.“ Mit gutem Grund – denn nicht wenige Kund*innen kämen auch gerne mit diversen Werbegeschenken oder älteren Modellen vorbei, die nicht im Tabakfachhandel gekauft wurden, argumentiert Schulz: „Wenn das Feuerzeug dann nach dem Befüllen aufgrund eines defekten Feuersteins, einer undichten Dichtung oder anderer technischer Probleme nicht funktioniert, entstehen erfahrungsgemäß unnötige Diskussionen.“

Durch die Verlagerung hin zu Nikotin-Pouches und Heat-not-Burn-Produkten verändert sich klarerweise auch der Bedarf an Feuerzeugen bei unseren Kunden.

Daniel Schulz, Bundesgremialobmann-Stellvertreter