Plain Packaging in Norwegen

Plain Packaging
31.07.2018

 
Mit 1. Juli 2018 endete die einjährige Übergangsfrist: Seit diesem Datum dürfen Zigaretten, Feinschnitt und Snus nur noch in standardisierten Einheitsverpackungen nach australischem Vorbild verkauft werden.

Der Snus-Produzent Swedish Match hatten noch im Vorjahr versucht, die "Markenenteignung" seines Snus mit einer Klage gegen den norwegischen Staat zu verhindern - vergebens. Nur Cigarren, Zigarillos und Pfeifentabak - also jene Produkte, die sich an ein älteres und kleines Zielpublikum richten - sind derzeit noch von Plain Packaging ausgenommen. Doch auch hier behält sich Norwegen eine Verschärfung zu einem späteren Zeitpunkt vor.

Mit den unattraktiven Einheitspackungen und ihren unappetitlichen Warnhinweisen sollen junge Menschen vom Einstieg ins Rauchen sowie der Verwendung von Snus abgehalten werden. Und das, obwohl für den Lutschtabak keinerlei Daten vorliegen, die eine Gesundheitsgefährdung durch seinen Gebrauch nahelegen würden. Snus hatte eben das Pech, in der skandinavischen Gesellschaft sehr erfolgreich zu sein - in Norwegen sind die Zigarettenraucher schon in der Minderheit. Nachdem Tabak aber offenbar in jeder Darreichungsform "böse" ist wird auch gegen weniger schädliche Produkte mit dem gesammelten Furor der Tugendwächter blank gezogen.