Die Hintergründe der Umfrage „Rauchen im Geschäft“

Umfrage
17.05.2021

 
Die von MVG und Bundesgremium gemeinsam ausgesendete mehrstufige Umfrage durfte sich über enorme Teilnehmerzahlen freuen und brachte als Ergebnis zwei sehr unterschiedliche Standpunkte. Wir haben nachgefragt.
Die Monopolstellenleiterin für Tirol und Vorarlberg, Helga Rom (HR), sowie der oberösterreichische Landesgremialobmann Erwin Kerschbaummayr (EK) bilden die Arbeitsgruppe Kunden und haben zum Thema „Wohlfühlatmosphäre in Trafiken“ eine Umfrage ausgesendet, in der nach der Bereitschaft der Trafikanten gefragt wurde, das eigene Rauchen sowie jenes der Mitarbeiter für die Kunden zu unterlassen.
Die Monopolstellenleiterin für Tirol und Vorarlberg, Helga Rom (HR), sowie der oberösterreichische Landesgremialobmann Erwin Kerschbaummayr (EK) bilden die Arbeitsgruppe Kunden und haben zum Thema „Wohlfühlatmosphäre in Trafiken“ eine Umfrage ausgesendet, in der nach der Bereitschaft der Trafikanten gefragt wurde, das eigene Rauchen sowie jenes der Mitarbeiter für die Kunden zu unterlassen.

Stammt der Themenkreis des Rauchens in der Trafik aus dem Projekt „Die Trafik der Zukunft“? Ich meine mich daran zu erinnern, dass sich bei der Kundenbefragung einige Konsumenten an verrauchten Geschäftslokalen gestört hatten.
HR: Das ist richtig. Die Arbeitsgruppe Kunden hat sich aus den Ergebnissen der Studie, die auf die Kundensicht fokussierte, mehrere Themenkreise, die für eine erfolgreiche Zukunft entscheidend sein werden, ausgesucht. Ein Teil davon war das Thema „Wohlfühlatmosphäre in Trafiken“, und hier hinein spielt genau die Aussage von Kund*innen, dass sie nicht wünschen, in einer verrauchten Trafik einzukaufen.

Wie hoch war damals der Anteil jener Kunden, die lieber in einer Nichtraucher-Trafik einkaufen würden?
EK: Mehr als jeder dritte Kunde würde ein Geschäft vorziehen, in dem nicht geraucht wird.

Viele Trafikanten hatten scheinbar den Eindruck, es ginge um ein generelles Rauchverbot in Trafiken. Was wurde in der Umfrage konkret abgefragt?
HR: In der Fragestellung ging es um das Thema „Rauchen von Trafikant*innen und deren Teams in den Verkaufsräumen ihrer Trafik“. Um ein generelles Verbot ging es eben nicht! Die Idee war – und diese ist ja sensationell aufgegangen – rund um das gesetzte Thema Meinungen und Erfahrungen einzuholen, um sich gegenseitig zu verstehen und um zu lernen, was den anderen beschäftigt und bewegt.

Hat Sie das Ergebnis überrascht?
HR: Ja, um ehrlich zu sein mehrfach: Ich wusste, dass es viele Trafikant*innen gibt, die aktiv den Austausch suchen, aber die Anzahl der Teilnehmer hat meine Erwartungen trotzdem weit übertroffen. In der Betrachtung des Gesamtbildes ergibt sich, dass das Thema kontrovers gesehen wird. Es gibt viele Erfahrungen, die Mut machen, selbst in den Verkaufsräumen nicht mehr zu rauchen, es gibt viele Meinungen, die in die Richtung gehen, dass es zum Selbstverständnis eines Trafikanten gehört, in seinem Geschäft zu rauchen, und es gibt Ideen für Lösungen wie Lüftungsanlagen oder Beschränkung auf Heets oder E-Zigaretten. 
EK: Ja, da es doch zwei sehr eindeutige Meinungen gibt.

Das vollständige Interview können Sie ab 21. Mai in der druckfrischen Printausgabe der Trafikantenzeitung nachlesen.