Umfrage: Bieten Sie Kleinspirituosen an?

Umfrage
17.11.2021

 
Seit 18. Oktober dürfen die heimischen Trafiken Kleinspirituosen bis 5 cl Inhalt anbieten - doch wer tut das auch?
TrafikantInnen, die derzeit schon Kleinspirituosen anbieten, tun dies mit Auswahl.
TrafikantInnen, die derzeit schon Kleinspirituosen anbieten, tun dies mit Auswahl.

Innerhalb eines Tages haben 340 TrafikantInnen an dieser Umfrage teilgenommen. Mit 60 Prozent bietet derzeit noch die Mehrzahl keine Fläschchen mit Spirituosen zum Mitnehmen an. Jene 40 Prozent, welche diese neue Möglichkeit nutzen, versuchen jedoch vom Start weg eine schöne Auswahl anzubieten: Fast zwei Drittel aller Kollegen mit Kleinspirituosen haben fünf oder mehr Sorten in ihrem Portfolio. Häufig nicht in der Erwartung sofortiger Super-Umsätze, sondern eher nach dem Motto: Wenn, dann richtig.

Die Gründe, warum man keinen Alkohol anbietet, sind jedoch noch vielfältiger. Oft fehlt einfach der Platz für eine vernünftige Präsentation. Oder die Lage – umrahmt von Lokalen und/oder Supermärkten – lässt den Versuch unsinnig erscheinen. Eine direkt im Supermarkt liegende Trafik darf „Konkurrenzartikel“ gar nicht anbieten. Braunware-Spezialisten würden liebend gerne hochwertige Rum- und Whiskysorten anbieten – doch diese gibt es nur in größeren Flaschen. Aus den Kommentaren lässt sich jedoch auch Widerwille gegen das Alkohol-Angebot herauslesen: Viele sehen den Geschäftscharakter als Tabak-Fachgeschäft bedroht, scheuen die Diskussion um Konsumation in der Trafik und wollen nicht zur Wärmestube der lokalen „Trankler“ werden.