Die heutigen Trafikautomaten des 1974 von Hermann Unterkofler gegründeten, mittlerweile in zweiter Generation geführten Unternehmens, haben mit den früheren Geräten nur noch wenig gemeinsam. Große Touchscreens, Produktbilder, Warenkorbfunktionen und verschiedene digitale Bezahlmöglichkeiten gehören mittlerweile zum Standard. Im Trafikumfeld setzt man auf zwei Geräteserien: UKOLook Nico, der als moderner Ersatz für den klassischen Zigarettenautomaten gedacht ist, sowie UKOLook Aura, ein System mit deutlich höherer Kapazität. Das sogenannte „Power-Trio“ der Aura-Reihe kann als modulares System über 2.000 Packungen aufnehmen und ist damit für Standorte mit höherer Frequenz ausgelegt. Neben Tabakwaren werden über die Systeme inzwischen auch Pouches, Vapes oder ergänzende Sortimente wie Getränke oder Snacks angeboten.

One-Stop-Shop für Österreich

Österreichweit betreut UKO mittlerweile mehr als 6.000 Automaten, auch außerhalb der Tabakbranche. Neben dem Gerätevertrieb bietet das Unternehmen via vier Standorten & mehreren Service Points in Österreich Beratung, Standortanalyse, Montage, Schulung sowie laufenden technischen Service an. Auch organisatorisch stehen bei UKO mehrere Veränderungen an. Mit dem seit 2024 neuen Standort im Wissenspark Puch-Urstein bei Salzburg und dem vielbeachteten Börsegang wurden die Voraussetzungen für weitere Expansion geschaffen – den Mehrheitsanteil hält übrigens nach wie vor die Familie. In Puch sollen künftig Logistik, Entwicklung und Service stärker gebündelt werden. „Wir beschäftigen uns intensiv mit den Anforderungen der Trafikant*innen. Dafür haben wir eine eigene Task Force mit Trafikanten eingerichtet, welche uns unterstützen die Geräte weiterzuentwickeln. Daraus entstehen Lösungen, die zusätzlichen Umsatz ermöglichen“, so Moritz Unterkofler.

Endfertigung, Test und Logistik zentral in Salzburg. © Markus Höller

Kreislaufwirtschaft und Autonomie

Ein weiterer Schritt ist für 2026 geplant: In Rumänien soll ein eigenes Refurbishment-Center entstehen, in dem alte Geräte, darunter auch die immer noch weit verbreiteten Sielaff-Automaten, generalüberholt werden. Hintergrund ist ein innovatives Mietmodell, bei dem Geräte künftig maximal fünf Jahre im Einsatz bleiben und danach zurückgenommen, überarbeitet und erneut vermietet werden. Dieses Kreislaufmodell soll für Trafikant*innen den Vorteil bringen, regelmäßig Geräte auf dem neuesten technischen Stand nutzen zu können. Noch weiter reicht der Blick nach vorne: Ab 2027 plant das Unternehmen neben Software- und Systementwicklung auch eine eigene, unabhängige Geräteproduktion aufzubauen. Damit würde UKO künftig größere Teile der Produktkette selbst abdecken – von der Entwicklung über die Fertigung bis zum Betrieb der Automaten. ■

UKOLook Aura inkl. Assistant für mehr Kapazität. © UKO

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